Diagnose „chronische Bronchitis“

Die Diagnose „chronische Bronchitis“ darf nicht vorschnell gestellt werden, da typische Symptome wie etwa schleimiger Auswurf auch Ausdruck anderer Krankheiten sein können.

  • Abgegrenzt werden muss die chronische beispielsweise von der akuten Bronchitis, was aufgrund der zeitlichen Dauer der Symptome möglich ist. Eine akute Bronchitis klingt in der Regel nach zehn bis vierzehn Tagen selbst ab. Bei der chronischen Bronchitis ist das nicht so. Deshalb hat etwa die Weltgesundheitsorganisation eine zeitliche Dimension in die Definition einer chronischen Bronchitis aufgenommen, bei der laut WHO „Husten und Auswurf an den meisten Tagen von mindestens drei Monaten in zwei aufeinander folgenden Jahren auftreten.“
  • Abgegrenzt werden muss eine fortgeschrittene Bronchitis auch vom Asthma bronchiale. Chronischer Husten, rasselnde Lungengeräusche und Atemnot sind Symptome, die bei beiden Krankheiten auftreten können.

Wichtig ist bei der Diagnose einer chronischen Bronchitis aber nicht nur die Abgrenzung zu anderen Krankheiten. Falls es sich um eine chronische Bronchitis handelt, muss auch bestimmt werden, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Fragen, die dabei eine Rolle spielen: Inwieweit hat die chronische Bronchitis bereits zu zerstörten Lungenbläschen geführt? Ist vielleicht auch das Herz bereits betroffen?

Selbstbeobachtung – mögliche Anzeichen einer chronischen Bronchitis

Schleimiger Auswurf und dauerhafter Husten über einen längeren Zeitraum hinweg, können ein Anzeichen für eine chronische Bronchitis sein. Aus diesem Grund sollten länger andauernde Symptome dieser Art so ernst genommen werden, dass der Erkrankte einen Arzt aufsucht. Je früher eine chronische Bronchitis diagnostiziert wird, desto besser sind im Allgemeinen die Chancen auf eine vollständige Heilung. Symptome wie ein Rasselgeräusch in der Lunge und häufiger auftretende Atemnot können auf eine bereits fortgeschrittene chronische Bronchitis hindeuten. Spätestens dann sollte man auf den Gang zum Arzt nicht verzichten.

Diagnosemethoden

Ein wichtiger Schritt für eine richtige Diagnose ist die Anamnese, also die systematische Befragung des Patienten durch den Arzt. Er wird den Patienten beispielsweise zu seinen Lebensumständen befragen, zu den vom Patienten beobachteten Symptomen, zu Rauchgewohnheiten und eventuell zu möglicher Belastung durch Staub. Auf der Basis dieser Anamnese und durch ein Abhören der Lunge kann der Arzt oftmals bereits gut abschätzen, ob es sich um eine chronische Bronchitis handeln könnte. Hinzu kommen beispielsweise folgende Diagnosemöglichkeiten:

  • Durch eine Lungenfunktionsprüfung wie die Spirometrie kann der Arzt feststellen, ob die Bronchien bereits verengt sind.
  • Durch Röntgen kann ein Arzt den Zustand der Lunge untersuchen und dabei etwa feststellen, ob die Lunge als Folge der chronischen Bronchitis bereits aufgebläht ist (Lungenemphysem).
  • Bei fortgeschrittener chronischer Bronchitis lässt sich mit einer Blutgasanalyse der Sauerstoffmangel im Blut feststellen.
  • Besteht der Verdacht, dass das Herz bereits durch eine chronische Bronchitis geschädigt ist, kann ein Elektrokardiogramm (EKG) Aufschluss über den Zustand des Herzens geben.

Ansgar Sadeghi

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