Wissenswertes über die chronische Bronchitis

Chronische Bronchitis ist eine Erkrankung der Atemwege, speziell der Bronchien. Um zu verstehen, was genau bei einer chronischen Bronchitis geschieht, sind daher grundsätzliche Kenntnisse über das Atemwegssystem des Menschen hilfreich. Ebenso hilfreich sind Informationen, welche Mediziner und Therapeuten sich mit erkrankten Atemwegen beschäftigen.

Die Atemwege des Menschen

In einer eng gefassten Definition sind Atemwege nur die Luft leitenden Teile des Körpers wie etwa Nasen- und Mundhöhle, Luftröhre (Trachea) und Bronchien. In der Regel wird aber auch derjenige Teil des Körpers als Bereich des Atemwegssystems definiert, in dem ein Gasaustausch stattfindet. Das sind die so genannten Alveolen, auch Lungenbläschen genannt. Sie nehmen Kohlendioxid aus dem Blut in den Kapillargefässen auf und geben dafür Sauerstoff an das Blut ab.

Aufbau der unteren Atemwege

Unterteilt wird das Atemwegssystem in die oberen und die unteren Atemwege. Zu den oberen gehören beispielsweise Nasen- und Mundhöhle sowie der Rachen. Zu den unteren Atemwegen zählt etwa die Luftröhre, die sich zunächst in die Hauptbronchien aufteilt. Die Bronchien sind der Teil der Atemwege, in der die Luft aus der Luftröhre weiter in die Lungenflügel hineintransportiert wird. Die Hauptbronchien teilen sich dabei wiederum in die Lappen- und Segmentbronchien sowie in kleine Bronchiolen. So entsteht ein verzweigtes System zum Lufttransport. Bronchien besitzen Schleimhäute und Flimmerhärchen. Ihre Aufgabe ist es, die eingeatmete Luft von Fremdstoffen zu befreien.

  • Fremdkörper und Erreger bleiben an dem durch die Schleimhäute produzierten Schleim kleben.
  • Die Flimmerhärchen transportieren Schleim und Fremdstoffe ab.

Allerdings können die Flimmerhärchen beispielsweise durchs Rauchen und den in Zigaretten enthaltenen Teer verkleben. Dann erfüllen sie ihre Aufgabe nur noch bedingt oder auch gar nicht. Auf dieser Basis kann eine chronische Bronchitis entstehen.

Pneumologen und andere Experten

Mit chronischer Bronchitis beschäftigen sich Mediziner und Therapeuten verschiedener Fachbereiche. Klassisch gehört die chronische Bronchitis zu den Krankheiten, mit denen sich die Pneumologie beschäftigt. Das ist der Fachbereich der Inneren Medizin für Erkrankungen der Lunge und der Atemwege. Je nach Verlauf der Krankheit kann jedoch auch das Herz von Folgen der chronischen Bronchitis betroffen sein, sodass Kardiologen eingeschaltet werden. Die Kardiologie ist der Teilbereich der Inneren Medizin, der für Herz- und Kreislauferkrankungen zuständig ist.

Ist eine chronische Bronchitis weit fortgeschritten und hat sich etwa zu COPD entwickelt, kommen unter Umständen auch Physiotherapeuten zum Einsatz. COPD steht für „chronic obstructive pulmonary disease“. Bei COPD sind die Bronchien dauerhaft verengt und entzündet. Atemnot tritt bei COPD in der Regel sowohl bei körperlicher Anstrengung als auch im Ruhezustand auf. Erkrankte neigen dann häufig dazu, Bewegung und Sport komplett einzuschränken. Lungensport tritt dem mit speziellen Sportübungen für solche Menschen entgegen.

Ansgar Sadeghi

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