Entstehung einer chronischen Bronchitis

In der Regel entsteht eine chronische Bronchitis aufgrund einer beeinträchtigten Funktion der Flimmerhärchen in den Bronchien. Sie haben die Aufgabe, Fremdkörper aus den Bronchien zu transportieren. Wenn sie verkleben, erfüllen sie diese Funktion nur noch schlecht. So können sich Viren und Bakterien festsetzen, die dann im ungünstigen Fall zur chronischen Entzündung führen. Verkleben können die Flimmerhärchen beispielsweise durch den Teer in Zigaretten. Rauchen wird deshalb als einer der wichtigsten Faktoren genannt, die das Auftreten einer chronischen Bronchitis begünstigen.

Atemnot: Die später im Verlauf der chronischen Bronchitis möglicherweise auftretende Atemnot kann entstehen, wenn die Bronchienwände bedingt durch die Entzündung dünn und instabil werden. Dadurch können die Bronchien sich beim Atmen verengen. Durch Probleme beim Ausatmen kann es zu aufgeblähten und im weiteren Krankheitsverlauf auch zu zerstörten Lungenbläschen kommen. Infolge beschädigter Gefäße erhöht sich möglicherweise der Blutdruck im Kreislauf der Lunge, sodass auch Herzschäden als Folge der chronischen Bronchitis in Betracht kommen. Alle hier geschilderten Ursachen und Wirkungen müssen nicht zwangsläufig eintreten, aber sie können infolge einer chronischen Bronchitis eintreten.

Rauchen ist häufige, aber nicht einzig mögliche Ursache

  • Neben dem Rauchen kann auch eine allgemeine Verschmutzung der Luft ein Faktor sein, der die Entstehung einer chronischen Bronchitis begünstigt. In einer Meldung vom zum Pneumologen-Kongress 2011 zitiert die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie Ergebnisse der schweizerischen Studie SAPALDIA aus dem Jahr 2000. Damals, so die Studie, konnten zwölf Prozent aller Fälle chronischer Bronchitis in den untersuchten Ländern Frankreich, Österreich und Schweiz auf Luftverschmutzung zurückgeführt werden. In einer zweiten Teilstudie 2002 hatten die beobachteten Hustensymptome aber abgenommen, was die Autoren auf die zwischen 1991 und 2002 gesunkene Luftverschmutzung zurückgeführt haben.
  • Weiterer begünstigender Faktor für chronische Bronchitis kann eine berufsbedingte Luftbelastung sein, wie sie etwa früher bei Bergleuten der Fall gewesen ist. Relativ selten sind fehlende Abwehrstoffe oder ein Enzymmangel (Alpha-1-Antitrypsinmangel) Ursache der chronischen Bronchitis. Generell kann feuchtes und kühles Wetter das Auftreten der Symptome einer chronischen Bronchitis begünstigen.

Chronischer Bronchitis vorbeugen

Das Risiko, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken, lässt sich durch Vermeiden der Risikofaktoren verringern. Individuell am besten zu steuern, ist der Verzicht auf das Rauchen. Allgemeine oder berufsbedingte Luftverschmutzung als im Allgemeinen seltener auftretende Ursachen lassen sich dagegen nur durch Umzug oder berufliche Veränderung ausschalten. Weitere mögliche Vorbeugemaßnahmen ähneln denen, die auch bei der Vorbeugung von Erkältungen greifen:

  • Generell können alle Maßnahmen, die das menschliche Abwehrsystem stärken, das Risiko einer chronischen Bronchitis verringern. Ein starkes Abwehrsystem bedeutet für den Körper auch eine bessere Möglichkeit, Entzündungen zu bekämpfen.
  • Trockene Heizungsluft kann das Entstehen einer chronischen Bronchitis begünstigen.
  • Regelmäßiges Händewaschen senkt die Gefahr von Infekten.

Die hier genannten Verhaltensweisen senken das Risiko einer chronischen Bronchitis nicht auf Null. Insbesondere das Rauchen aufzugeben, verringert es oftmals allerdings deutlich.

Ansgar Sadeghi

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